Wie klingt eine Schulstunde, in der es keinen Lehrplan gibt – sondern nur eine leere Seite und die Freiheit, sie zu füllen?
Genau das durfte unsere damalige Klasse 11, jetzt 12, erleben: Im Rahmen einer Unterrichtsreihe haben wir uns intensiv mit dem kreativen Schreiben beschäftigt: Mit stilistischen Mitteln, Metaphern, Wortbildern, Sprachrhythmus und dem Aufbau von Spannung. Wir haben gelernt, wie Sprache nicht nur informiert, sondern bewegt.
Ausdruck findet dies in einem gemeinsames Buchprojekt: Jede Schülerin und jeder Schüler hat seine eigene Geschichte geschrieben, mal fantastisch, mal tiefgründig, mal witzig oder kritisch. Die Bandbreite war so vielfältig wie die Klasse selbst: Von dystopischen Welten über persönliche Erinnerungen bis hin zu gesellschaftskritischen Beobachtungen war alles dabei.
Doch nicht nur die Texte stammen von den Schülerinnen und Schülern, auch die Bilder im Buch wurden selbst gestaltet: Gezeichnet, fotografiert, digital bearbeitet oder ganz klassisch mit Stift, Pinsel und Papier. Entstanden ist ein beeindruckender Mix aus Literatur und Bildkunst, der zeigt, wie viel Kreativität und Ausdruckskraft in jungen Köpfen steckt. Und wer weiß – vielleicht hält man hier schon die ersten Texte zukünftiger Autorinnen und Autoren in der Hand.