Studienfahrt nach Prag

Vom 29.9. bis 4.10.2019 unternahm die Klasse 13a unter Leitung von Deutsch- und Französischlehrerin Nadja Lindner und Klassenlehrer Dr. Marcus Wüst eine Studienfahrt nach Prag. „Deutschlands Hauptstadt der Vormoderne“ bot den Schülerinnen und Schülern vertiefte Einblicke in die deutsche und europäische Geschichte, Politik und Kunstgeschichte.

Mit den Lehrkräften erkundeten sie das mittelalterliche und barocke Prag auf dem Hradschin, auf den Spuren von Kaiser Karl IV. und dem Baumeister Peter Parler, die Altstadt und die Neustadt an der Moldau. Das weitgehend architektonisch geschlossene Ensemble der Stadt (19. Jh.) bot eine großartige Atmosphäre. In der Josefstadt waren der jüdische Friedhof, die Synagogen und das Denkmal für die in der Shoah ermordeten tschechischen Juden ein lohnendes Ziel der Erkundung.

Die Teilnahme an einem Symposium der deutschen Botschaft, das sich der „Samtenen Revolution“ widmete, eröffnete den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, auch diese wichtige Etappe der deutsch-tschechischen Geschichte, vertieft durch Zeitzeugenaussagen, kennenzulernen. Der Besuch des Prager Klosters Loreto und diverser Kirchen gewährte Einblicke in die Barockarchitektur, die Konfessionalitäts- und Frömmigkeitsgeschichte.

Ein weiterer großer Teil der Studienfahrt war der Kunst gewidmet. Eine bedeutende Ausstellung zum französischen Impressionismus im Kinsky-Palast machte die Schülerinnen und Schüler mit den originalen Meisterwerken bekannt. Werke von Claude Monet, Edgard Degas, Pierre Auguste Renoir, Alfred Sisley und Camille Pissarro werden hier ausgestellt. Aber auch Kunstwerke, an denen Überschneidungen mit anderen künstlerischen Tendenzen – der Romantik (Eugène Delacroix), dem Realismus (Gustave Courbet), der Schule von Barbizon (Jean-Baptiste Camille Corot) sowie dem Postimpressionismus (Paul Cézanne und Paul Gauguin) erkennbar sind. Der Besuch in der Nationalgalerie „Messepalast“ bot einen Überblick über die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Natürlich kam auch die Begegnung mit der tschechischen Alltagskultur nicht zu kurz: Svíčková, Guláš und Trdelník.

Geschichtslehrer Marcus Wüst meint: „Die Begegnung mit der europäischen Kultur Mittel- und Osteuropas ist mir seit meiner Studienzeit ein besonderes Anliegen. Hier wird Geschichte greifbar und lebendig.“

Unser herzlicher Dank geht an Schülervater Alfons Loska, der wichtige Kontakte nach Tschechien geknüpft und uns gerne unterstützt hat.

Das Resümee unserer Schülerinnen und Schüler ist klar: Prag ist mehr als eine Reise wert.